Fragen & Antworten
Gibt
es kostenlose Varianten eines Depots?
Ein kostenloses Depot zum
Verwalten von Wertpapieren des Bundes bekommt man bei der
Bundeswertpapierverwaltung (früher Bundesschuldenverwaltung) in Bad
Homburg. Kauft man Bundeswertpapiere, dann kann man gegenüber seiner
Bank oder Sparkasse die Anweisung geben, diese bei der
Bundeswertpapierverwaltung zur Aufbewahrung einzureichen. Auch dieser
Vorgang ist kostenlos. Manche Direktbanken und Fondsgesellschaften
offerieren eine kostenfreie oder eine pauschale Depotführung, die
aber mit Einschränkungen bei der Art der verwalteten Papiere
verbunden sein kann.
Wie arbeitet man mit dem Depot?
In der
Praxis wird der Wertpapierhandel überwiegend elektronisch
abgewickelt. Das bedeutet, dass der Kunde An- und Verkäufe online
oder per Telefon ausführen lässt. Hierzu können spezielle
Legitimationsverfahren (Passwörter, PIN-Nummern) verwendet werden.
Das Depot im klassischen Sinne zur Aufbewahrung von in Papierform
existierenden Wertpapieren existiert praktisch nicht mehr, die
Aufbewahrung wird als elektronischer Datensatz auf einem Depotkonto
realisiert.
Der Depot-Inhaber erhält von der Depotbank
regelmäßige Informationen über bankeigene Automaten oder das
Internet. Im Regelfall wird ein ausgedruckter Depotauszug einmal
jährlich zugeschickt. Auf diesem kann man dann die aktuell gehaltene
Stückzahl und den Jahresendwert der jeweiligen Position ablesen.
Depotgebühren, Zinsen, Dividenden und sonstige Erträge werden auf
einem Verrechnungskonto (z.B. einen Girokonto) verbucht.
Welche
Bedeutung hat das Depotstimmrecht?
Mit Wertpapieren wie Aktien ist
ein Stimmrecht verbunden. Dieses kann man in einem einfachen
Verfahren an die depotführende Bank abtreten. Diese übersendet vor
dem Entscheidungstermin eine Einladung, die man zur
Einlass-Legitimation auf der Hauptversammlung nutzen kann. Man kann
aber auch alle oder einzelne Entscheidung mit diesem Papier an die
Bank delegieren. Diese ist dann gehalten, diese Entscheidungen (z.B.
über die Entlastung von Vorständen und Aufsichtsräten) umzusetzen.
Wird keine Order erteilt, dann kann die Bank auch das Depotstimmrecht
nicht nutzen.

Hoch